Ich

I

Ich, das ist Nils Philippi, 24 Jahre alt, geboren in der Pfalz, derzeit wohnhaft in Berlin.

Die Seiten hier sind Ausdruck der fixen Idee, das was man Arbeit nennt, später mit dem zubringen zu wollen, was man schön heißt. Dieser Entschluss ist mittlerweile zu einer Leidenschaft herangewachsen, mich so andauernd wie nur möglich, ständig mit Kunst in irgendeiner ihrer Spielarten zu beschäftigen. Nun befinde ich mich irgendwo auf halber Strecke auf dem doch recht langen Weg hin zu einer kuratorischen Tätigkeit im Museum.

Ein erstes Studium der Kommunikatons- und Kulturwissenschaften habe ich im vergangenen Jahr an der Zeppelin Uni in Friedrichshafen mit einer Arbeit zur Farbtheorie abgeschlossen: Rot macht high. Außer meiner Bilder an der Wand habe ich vom Bodensee viel Theorie und genauso viel Praxiserfahrung mitgenommen. Praktika führten mich in das Wilhelm-Hack-Museum, die Galerie EIGEN+ART und in’s ikob. Nach einem Zwischenstop in Dresden, stecke ich nun an der FU Berlin in meinem zweiten Studium der Kunstgeschichte.

Meine Freude an der Kunst irgendwie einzuschränken oder zu spezifizieren fällt mir schwer und erscheint mir unsinnig. Sie, die Kunst, ist mir eine schleierhafte Wahrheit, die ich zu verstehen bemüht bin. Dabei erhellen sich nur allmählich kleinere Felder einer umfassenderen Kenntnis und Erfahrung, umgeben von Meeren dunkelster Verwirrung und Überforderung. Mit der Farbmalerei und Minimal Art, dem Informel, der Architektur und Skulptur des Barock sowie der Malerei des späten 19. Jahrhunderts wurden bisher erst einige wenige Inseln umschifft.

Die im besten Falle wissenschaftliche Arbeit vor dem historischen Werk und hinter Büchern ist grundverschieden zur Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst, die mich als Abbild des kreativen Potentials unserer gegenwärtigen Gesellschaft gleichermaßen begeistert. Es bereitet mir Freude, gemeinsam mit jungen Kunstschaffenden Ideen zu spinnen und eigene Projekte zu entwickeln. Mit dem erstklassigen Jeronim durfte ich letzten Sommer meine erste eigene Schau realisieren, mit der wir bestimmt eine bombastische Show abgeliefert haben und eine Menge Spaß hatten: MULTIPLAYER.

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Porträt einer Frau, 15. Jhd

„(…) denn es ist etwas sehr Angenehmes, Kunstwerke zu besehen, die Gedanken und Reflexionen, welche dabei vorkommen können, aufzufassen, die Gesichtspunkte sich geläufig zu machen, die andere dabei gehabt haben, und so selber Urteiler und Kenner zu werden und zu sein.“
—  Hegel, Vorlesungen über die Ästhetik, 1835-38

„(…) ob also Geschmack ein ursprüngliches und natürliches, oder nur die Idee von einem noch zu erwerbenden und künstlichen Vermögen sei, so daß ein Geschmacksurteil, mit seiner Zumutung einer allgemeinen Beistimmung, in der Tat nur eine Vernunftforderung sei (…): Das wollen und können wir hier noch nicht untersuchen.“
—  Kant, KdU, 1790